Bruder Konrad
Bruder Konrad von Parzham
Der heilige Kapuziner an der Klosterpforte von Altötting

home > Verehrung > Novene 8.Tag         

Tägliches Einleitungsgebet:

Herr, allmächtiger Vater, wir kommen zu dir in unseren Anliegen. Jesus Christus hat uns ermutigt, dich in unseren Nöten anzurufen.

Wir wissen sehr wohl um die Schwachheit unseres Glaubens und die Geringfügigkeit unseres Vertrauens. Wir verbinden uns deshalb am heutigen Tag in besonderer Weise mit dem heiligen Bruder Konrad, damit er mit uns bete. So wie er an der Pforte jederzeit ein offenes Ohr hatte für die vielfältigen Anliegen, so möge er auch jetzt unsere Bitten begleiten.
(Stille Empfehlung des Anliegens)

Achter Tag:
Den Herrn unseren Gott lieben

Aus dem Buch der Psalmen:

"Der Herr ist mein Licht und mein Heil: Vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist die Kraft meines Lebens: Vor wem sollte mir bangen? Dringen Frevler auf mich ein, um mich zu verschlingen, meine Bedränger und Feinde, sie müssen straucheln und fallen. Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel. Denn er birgt mich in seinem Haus am Tage des Unheils; er beschirmt mich im Schutz seines Zeltes, er hebt mich auf einen Felsen empor." Ps 27

Aus dem Leben des Bruders Konrad

Das Gebet war für Bruder Konrad die Quelle, aus der ihm alles zufloss, was sein Leben lebenswert machte. Hatte er untertags einen freien Augenblick, so fand man ihn in seinem Gebetskämmerlein unter der Stiege, der Alexiuszelle. Die Arbeit eines Pförtners brachte es mit sich, dass während des Tages der Besuch des gemeinsamen Gebetes unmöglich war. Aller Ermüdung zum Trotz ging Bruder Konrad Tag für Tag, ohne dazu verpflichtet zu sein, zum mitter-nächtlichen Chorgebet. Bei dieser Gelegenheit suchte er aufzuholen, was ihm tagsüber verwehrt war. In einem der noch erhaltenen Briefe öffnete er einen Spalt seines Herzens. Er schreibt: "Meine Lebensweise besteht meistens darin, lieben und leiden, staunen und anbeten, staunen und bewundern der unendlichen Liebe Gottes zu uns, armen Geschöpfen. In dieser Liebe meines Gottes komme ich an kein Ende. Da hin-dert mich nichts. Da bin ich mit meinem Gott aufs innigste vereinigt."

Gebet: Herr, unser Gott, wir sind vielfach blind für all die Güte, die du uns schenkst, unser Herz bleibt ohne Antwort. Bruder Konrad hat deine unendliche Liebe in großer Gegenliebe beantwortet, die Liebe führte ihn in deine beglückende Nä-he. Öffne unsere Augen, damit wir dich erkennen, und in Liebe zu dir finden. Darum bitten wir, durch Christus unseren Herrn. Amen.






Heiliger Bruder Konrad,
sei unser Fürsprecher,
begleite unsere Bitten!



zum 9. Tag der Novene