Bruder Konrad
Bruder Konrad von Parzham
Der heilige Kapuziner an der Klosterpforte von Altötting

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Bruder Konrad im Gespräch mit Wallfahrern

Die Besucher an der Pforte waren ein sehr gemischtes Volk. Bettler, Handwerksburschen, Arbeitslose und Kinder bitten um ein Stück Kapuzinerbrot. Wallfahrer wollen Messintentionen abgeben, Devotionalien weihen lassen, Grüße bestellen und Auskunft über diesen oder jenen Pater oder Bruder erhalten. In der Hauptwallfahrtszeit reißt die Schlange vor dem Pfortenfenster nicht ab.

Als Pförtner hatte Br. Konrad eine enorme Arbeitslast zu erfüllen.

Altersmäßig, mit 34 Jahren, war er ein gereifter Mann, im Orden aber erst ein Neuling als im diese Aufgabe, die er 41 Jahre ausfüllte, übertragen wurde.

Die große Gelassenheit und die unerschütterliche Güte waren es, die die Besucher aller sozialen Schichten außerordentlich beeindruckten. Er hatte die Art, jedem mit ganzer Aufmerksamkeit zuzuhören. Seine Antworten verrieten sein Einfühlungsvermögen und seine Klugheit.

Konnte er den Wunsch des Besuchers nicht sogleich erfüllen, dann bat er in höflicher und demütiger Form um Geduld. Ein Pförtner muss zuhören und ermutigen können.

"Euer Pförtner muss ein Heiliger sein, weil er so geduldig ist und nie zornig wird", sagten die Wallfahrer.

Du heiligfrommer Gottesmann,
Sankt Konrad, sieh, wir klopfen an
an deiner Pforte, lass uns ein,
du musst uns guter Helfer sein.
Hilf uns in diesem Erdental,
dass wir durch Gottes Gnad und Wahl
zum Himmel kommen allzumal.

Josef Kürzinger

Gebet

Herr, unser Gott, du hast uns aufgetragen, den Mitmenschen mit großer Liebe zu begegnen. Bruder Konrad war zeit seines Ordenslebens der Diener der Tausenden, die zu ihm kamen. Hilf uns, dass wir zur Selbstlosigkeit finden und den Nächsten lieben wie uns selbst.