Bruder Konrad
Bruder Konrad von Parzham
Der heilige Kapuziner an der Klosterpforte von Altötting

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Der junge Bauer mit Sense vor dem Venushof, seinem Geburtshaus:




Nach dem frühen Tod der Eltern
übernimmt Johannes Birndorfer mit seinen Geschwistern Verantwortung auf dem Venus-Hof. (125 Tagwerk Ackerland, Wald und Wiesen). Das heißt: Früh aufstehen und viel arbeiten. Zugleich mit der Natur verbunden und von der Heimat geprägt. Johannes war kein Mensch, der die Arbeit mied. Sie war ihm in ihrer Weise auch eine Verherrlichung Gottes. Wobei er bei aller Arbeit das Beten nicht vergaß.

Gebet und Arbeit verwoben sich bei ihm. Um seine Hand gewickelt trug er den Rosenkranz, in der Scheune heftete er Darstellungen der Passion Christi und Bilder von Heiligen an die Wand. Vor dem Hausaltar in seiner Kammer betete er nicht selten Nächte hindurch.

Mit stillem Vergnügen registrierte die Umgebung des Johannes einen Vorfall, der sich bei der Erntearbeit zutrug. Etwas übernächtigt von ausgedehnten Gebetsstunden ging er neben dem vollbeladenen Heuwagen her, in der einen Hand das Leitseil für die Pferde, in der anderen den Rosenkranz. Der Wagen geriet aus der Spur und stürzte um. Die ganze Ladung Heu lag am Boden. Der eine oder andere Zeuge dieses kleinen Unfalls, der mit der Frömmigkeit des jungen Bauern nicht einverstanden war, mag bemerkt haben: "Das kommt davon, wenn man beim Arbeiten auch noch beten will!"

Gebet

Herr, unser Gott, du willst, dass Gebet und Arbeit in unserem Leben eine Einheit bilden. Johannes Birndorfer ist uns bei seiner Tätigkeit am heimatlichen Hof zu einem Vorbild geworden. Wir bitten dich, lass uns das Gebet nicht vergessen, wenn wir auf unsere Arbeit ausgerichtet sind.