Umbau des Bruder-Konrad-
Klosters in Altötting

Spendenaktion läuft an.
In den beiden folgenden Artikeln aus dem
Alt-Neuöttinger Anzeiger werden die
einzelnen Maßnahmen erläutert.

Weitere Zeitungsausschnitte
über den Klosterumbau finden Sie hier

 




Bruder-Konrad-Kloster:
"Bausteine" für Spenden

Aktion beginnt am 15. April - Geschenke werden eigens für diesen Zweck hergestellt - Abriss soll im August beginnen - Neubau kleiner als geplant

Altötting (fb). Das Bruder-Konrad-Kloster soll renoviert und zum Teil neu errichtet werden: Gläubige, die dazu einen kleinen Teil beitragen möchten, haben ab dem 15. April Gelegenheit, für einen "Klosterbaustein" zu spenden. Es soll zum einen eine finanzielle Unterstützung des Projekts erzielt werden, sagt Br. Marinus Parzinger, zum anderen werde aber auch ein ideelles Ziel verfolgt: Wem das Kloster und die Kirche etwas bedeute und wer an deren Erhalt teilhaben möchte, kann mit einer Spende seinen ganz persönlichen Beitrag leisten. Je nach Höhe der Summe, bekommt der Spender ein kleines Erinnerungsgeschenk. Diese Gaben werden Br. Marinus zufolge eigens für diesen Zweck hergestellt und seien käuflich nicht zu erwerben, da die Aktion keine Konkurrenz zu den Devotionaliengeschäften heraufbeschwören soll.


Die Schola Autingensis unterstützt die Renovierung des St.Konrad-Klosters.
Ab 15.April sind die Bürger aufgerufen, für einen "Klosterbaustein"
zu spenden. Foto:Willmerdinger

Von Konrad-CD bis Bronzerelief

Folgende Spendengeschenke werden verteilt: eine von der Schola Autingensis besungene und besprochene CD mit Konrad-Liedern und -Texten, eine Tasse mit Konrad-Bild, ein Wachsmodel oder eine Kerze, ein Gebetswürfel, ein Gebetsheft, ein Konrad-Relief in Bronze - gefertigt nach einem Entwurf von Br. Kosmas - und kleine Konrad-Weckerl, gebacken von den Altöttinger Hl.-Kreuz-Schwestern und Br. Marinus, der gelernter Bäcker ist. Für die Aktion soll in den nächsten Tagen eine vorübergehende Pforte vor der Br.-Konrad-Kirche aufgebaut werden. Schautafeln, die auch bei der Basilika aufgestellt werden sollen, informieren über das geplante Bauvorhaben. Dies ist gegenüber der ursprünglichen Planung etwas abgespeckt worden, wie Br. Marinus informiert.

Abgerissen werden soll nach wie vor der gesamte, etwa aus dem Jahr 1960 stammende Neubau. Die Substanz des ursprünglichen Franziskanerklosters bleibt erhalten. Dieses wird dann - vom Basilika-Vorplatz aus betrachtet - etwa bis Höhe des Einfahrtstores weitergeführt und mit einem Quer- und einem Parallelflügel in quadratischer Form geschlossen. Die neue Pforte wird an der jetzigen Rückseite des Klosters ihren Platz finden, der Zugang von der vorderen Kirchenseite her bleibt Br. Marinus zufolge aber auch erhalten, um die Pilgerströme etwas zu entzerren.

Fünf Kapuziner aus Indien und Bayern werden letztlich in dem Kloster in brüderlicher Gemeinschaft leben, wobei die ursprüngliche Intention nach wie vor Bestand hat: Das Kloster soll die lebendige Begegnung mit dem hl. Bruder Konrad ermöglichen und auch Interessenten als "Kloster zum Mitleben" offen stehen.

Br. Marinus hofft, dass die Abriss- und Bauarbeiten nach dem großen Wallfahrerzustrom etwa im August beginnen können. Die Spendenaktion zur Unterstützung der Finanzierung, die im Wesentlichen durch die Provinz der Bayerischen Kapuziner getragen werden müsse, sei heuer bis zum 31. Oktober genehmigt, soll aber im kommenden Jahr fortgesetzt werden. Die Aktion steht dabei gewissermaßen in guter Tradition. Bereits die Fertigstellung der benachbarten Basilika war zu Beginn des 20. Jahrhunderts erst durch den Verkauf symbolischer Bausteine ermöglicht worden. Bauherr war damals der Kapuzinerpater Joseph Anton Kessler, wie Br. Marinus berichtet. Er gab Postkarten mit dem Bild der im Bau befindlichen Kirche aus. "Ohne die Hilfsbereitschaft so vieler Menschen wäre die Basilika St. Anna in Altötting nicht entstanden", so Br. Marinus im Rückblick und in der Hoffnung auf ähnlich gute Resonanz für das jetzige Kloster-Projekt.


Einen weiteren Artikel über die Spendenaktion können Sie hier lesen: "Pilgerbrot".