Bruder Konrad
Bruder Konrad von Parzham
Der heilige Kapuziner an der Klosterpforte von Altötting

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Bruder Konrad, der Heilige

Aus dem Film "Bruder Konrad - Der heilige Pförtner von Altötting". Autor: Marius Langer. Bayerischer Rundfunk 1999.

Pfingstsonntag 1934. In Deutschland hat sich die Herrschaft des Nationalsozialismus etabliert. Mit ihr konnte auch die Ideologie vom Herrenmenschen, verbunden mit dem Wahn von der Überlegenheit der arischen Rasse, rasch um sich greifen. Die Deutschen wurden angeleitet, zwischen edlen germanischen Menschen und asozialen, minderwertigen "Untermenschen" zu unterscheiden.

In diese geistige Landschaft hinein stellte Papst Pius Xl. mit der Heiligsprechung von Bruder Konrad ein Idealbild, das dem Bild des germanischen Übermenschen so völlig entgegengesetzt war. Der Rottaler Bauernsohn Johannes Birndorfer hatte die eigene Scholle verlassen und war ein armer Kapuziner geworden. Für ihn war nicht das Herrschen, sondern das stille Dienen der Inhalt seines Lebens. Er achtete alle Menschen, die an seine Pforte kamen, als Brüder, besonders wenn sie arm waren oder von anderen zum "Abschaum" der Menschheit gezählt wurden: rauhe Handwerksburschen, entlassene Zuchthäusler, Geisteskranke. Untermenschen gab es für ihn nicht.

 Heiligsprechung 1934

 Artikel von Peter Becker 2004
 Symbol gegen den Zeitgeist
 Bruder Konrads Vorsätze
 der 30. Juni 1934 als Schicksalstag